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Heute komme ich von mei­ner zwei­ten Klas­sen­fahrt zurück. Einen Bericht dazu habe ich auf der Seite Maar­kin­der ver­fasst: Klas­sen­fahrt nach Gerol­stein. Für meine nächste Fahrt spä­tes­tens in vier Jah­ren halte ich hier einige Aspekte fest.

Bewährt hat sich:

  • Impf­pass und Kran­ken­ver­si­cher­ten­karte in einem Brief­um­schlag und dar­auf geschrie­ben die Telefonummer(n) der Eltern
  • die Kin­der stel­len vor Ort die Ver­hal­tens­re­geln selbst auf. Ich habe vor­ge­ge­ben: „Nach dem Essen tref­fen wir uns im Grup­pen­raum. Nie­mand darf das Gelände ver­las­sen.” Geei­nigt haben wir uns dann auf ins­ge­samt fünf Regeln - je weni­ger, desto besser.
  • abwech­selnde Zim­mer­grup­pen, um den Tisch zu decken und spä­ter abzu­bauen und die Tische zu putzen
  • eine lange Wan­de­rung am Ankunfts­tag, so schla­fen Kin­der und Erwach­sene ruhi­ger :-)
  • Mate­rial: Stifte (Edding, dicke Bunt­stifte, Faser­ma­ler etc.), Tesa­film, Pla­kat­pa­pier, weißes/liniertes Papier
  • nach dem Essen die Ver­samm­lung im Grup­pen­raum zur wei­te­ren Planung
  • Am Abend fasse ich den Tages­ab­lauf zusam­men. Danach schreibt jedes Kind stich­punkt­ar­tig als Erin­ne­rungs­hilfe seine schöns­ten Erleb­nisse des Tages auf (für das Klas­sen­fahrt­buch, zu dem jedes Kind dann in der Schule ein oder zwei „Lieb­lings­er­leb­nisse” aus­führ­lich aufschreibt).
  • ein gemein­sa­mes Spiel mit einer Aus­wahl von ca. 10 Fra­gen (Wo kommt die Scho­ko­lade her?). Soll­ten am Ende meh­rere Grup­pen gleich viele Punkte gesam­melt haben, eine Schätz­frage nennen.
  • eine frei­wil­lige Auf­gabe (ein Logi­cal zum Thema „Klas­sen­fahrt”, für das die Kin­der zwei Tage Zeit haben, um es zu lösen mit anschlie­ßen­dem klei­nen Gewinn)
  • ein Nach­mit­tag zur freien Ver­fü­gung in der Jugend­her­berge bzw. auf deren Gelände
  • ein Grill­abend
  • sollte sich die Klasse auf etwas nicht eini­gen kön­nen, bespre­chen die Kin­der je Zim­mer, wor­auf sie sich eini­gen und bestim­men einen Zim­mer­spre­cher. Danach tref­fen sich alle Zim­mer­spre­cher vor dem Grup­pen­raum und eini­gen sich auf eine Lösung.
  • am Ende ein gro­ßes lee­res Pla­kat mit dem Titel: „Unsere Klas­sen­fahrt - Daran erin­nere ich mich gerne zurück” Jedes Kind hat die durch­aus her­aus­for­dernde Auf­gabe sich für ein(!) Erleb­nis wäh­rend der Klas­sen­fahrt zu ent­schei­den und es in 1-2 Wor­ten aufzuschreiben.
  • all­abend­li­che Feedback-Runde z.B. in Form von Punkten
  • Gespräch dar­über, was am nächs­ten Tag ver­bes­sert wer­den könnte (z.B. das Ver­hal­ten, orga­ni­sa­to­ri­sche Aspekte)
  • Eltern orga­ni­sie­ren die Klas­sen­fahrt im Vor­feld mit - ein herz­li­ches Dan­ke­schön an alle Aktiven!!
  • sehr hilf­reich auch: ein Erwach­se­ner, der sich vor Ort sehr gut auskennt!

Das hat sich nicht bewährt:

  • Hän­dis!!! Die Kin­der durf­ten sie bis auf maxi­mal einen Anruf am Abend zwar nicht benut­zen und sie waren teil­weise von den Erwach­se­nen ein­ge­sam­melt wor­den, aller­dings kam die Bitte schon im Vor­feld auf: Darf ich das Händi zum Foto­gra­fie­ren benut­zen? Ich habe das zwar erlaubt und es wurde bis in einem Fall auch beach­tet. Fol­gen­des Pro­blem zeigte sich durch die Anrufe nach Hause: Einige Kin­der beka­men vor oder wäh­rend des Tele­fo­nats riiiiie­sen­gro­ßes Heim­weh, obwohl sie sich die ganze Zeit zuvor nicht beklagt hatten.
  • Mir fällt noch ein: die offe­nen Zim­mer wäh­rend der Frei­zeit, es besteht sonst die erhöhte Gefahr, dass etwas ver­schwin­det (ein Punkt, der für einige Trä­nen sorgte, obwohl sich die Sachen wie­der auf­fan­den, z.B. unter der Bett­de­cke, in der Tasche etc.)

Ver­bes­se­run­gen

  • Hän­dis blei­ben zu Hause und sind außer bei den Erwach­se­nen nicht erlaubt - früh­zei­tig auf dem Eltern­abend ankün­di­gen. Außer­dem: Die Kin­der rufen bei ihren Eltern nur in abso­lu­ten Aus­nah­me­fäl­len an (z.B. bei einem Unfall). Alle Erwach­se­nen, die mit auf Klas­sen­fahrt waren, waren sich in die­sem Punkt unein­ge­schränkt einig!! (Mit­ge­brachte Hän­dis würde ich dann ein­sam­meln und ohne Haf­tung bei mir im Zim­mer lagern)
  • Foto­gra­fie­ren nur mit Foto­ap­pa­rat, keine Händis
  • feste Ober­grenze für Taschen­geld fest­le­gen, zu viel Geld sammle ich ein  -  und gebe es selbst aus!! :-) ;-)

Even­tu­ell fällt mir spä­ter noch was ein…

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