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Aufklärung 2.0

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Der bekannte Hirn­for­scher Prof. Spit­zer for­dert eine zweite Auf­klä­rung. Eine Auf­klä­rung, die auch die Schu­len erfas­sen muss, denn dort, beklagt er, wird weit­ge­hend noch mit anti­quier­ten Metho­den gear­bei­tet. Die Bereit­schaft, aktu­elle Erkennt­nisse der Hirn­for­schung in den prak­ti­schen All­tag der Schule ein­flie­ßen zu las­sen, wächst nur sehr lang­sam. Im Fol­gen­den zwei Videos zu „Auf­klä­rung 2.0″.

Man­fred Spit­zer hat 2009 ein gleich­na­mi­ges Buch Auf­klä­rung 2.0 veröffentlicht.

Anmer­kung

Sehr geehr­ter Herr Spitzer,

so nach­hal­tig die Erkennt­nisse der Hirn­for­schung die Schul­land­schaft in spä­tes­tens 50 Jah­ren ver­än­dert haben wer­den, sind doch die Ängste von vie­len Eltern von heute enorm groß gegen­über „dem Neuen”. Ich erleb(t)e immer wie­der, dass das Ver­trauen der Eltern in den Lern­will­len der eige­nen Kin­der viel­fach noch zu gering ist, frei nach dem Motto: „Nach der alt­be­kann­ten Methode hätte mein Kind in der sel­ben Zeit mehr ler­nen kön­nen.” Die eige­nen Erfah­run­gen der heu­ti­gen Eltern mit dem Lern­mo­dell des Nürn­ber­ger Trich­ters, der ja in den meis­ten Fäl­len ihre schu­li­sche Grund­lage des Ler­nens bil­dete, wirkt bis heute noch sehr stark nach. Erfreu­li­cher­weise gibt es Eltern, die sich über aktu­elle Ent­wick­lun­gen aktiv infor­mie­ren und das Poten­zial erken­nen, das in den Erkennt­nis­sen aus der For­schung liegt. Da das Gefühl aus­ge­prägt ist, dass ein Kind etwas ver­pas­sen könnte oder in einem Bereich nicht genug üben würde, ist der Wunsch nach Kon­trolle nach wie vor enorm hoch. Mit Sicher­heit drückt sich darin auch der Wunsch nach Wegen aus, wie Eltern ihr Kind unter­stüt­zen / för­dern kön­nen. Die große Auf­gabe von Schule wird nicht nur sein, neue Erkennt­nisse in den Unter­richt zu inte­grie­ren, son­dern auch Wege zu fin­den, die den Eltern aus­rei­chend Rück­mel­dung geben, damit sie das Ver­trauen in den Lern­fort­schritt ihrer Kin­der gewin­nen. Das wäre ein wich­ti­ger Aspekt, damit Eltern die posi­ti­ven Ent­wick­lun­gen ihrer Kin­der stär­ker wahr­neh­men und sich ihr oft­mals defi­zi­tä­rer Blick auf ihr eige­nes Kind relativiert.

Mit freund­li­chen Grüßen

Autor von Skolnet.de

Wei­tere Infor­ma­tio­nen: Erkennt­nisse der Neurowissenschaft

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