Bei der PISA-Studie von 2010 belegten die Schüler aus Shanghai den ersten Platz. Lesen Sie mehr über die Ursachen und Nebenwirkungen im Artikel bei 3sat.
siehe auch: Ersticken Schulen die Kreativität von Kindern?
Eben chattete ich mit einer Kollegin, die gerade von einem halbjährigen China-Aufenthalt wiedergekommen ist und dort als Lehrerin in einer Schule gearbeitet hat. Sie bestätigte das Bild, das der Artikel bei 3sat zeichnet. Allerdings ist der Unterricht eben so historisch durch den Konfuzianismus geprägt. Auch der Alltag unterliegt strengen Hierarchien. Viele Erwachsene führen lieber aus und vermeiden es, im Beruf Verantwortung zu übernehmen. Nur ist das deswegen schlecht - schlechter als bei uns? So sind die Menschen in China eben sozialisiert.
Auch ich erlebe ja, dass sich Kinder, je nachdem wie sie zu Hause erzogen werden, leichter oder schwerer mit der freien Arbeit tun, damit, eigene Entscheidungen zu treffen. Die Hauptsache ist, denke ich, dass man sich als Lehrer irgendwie darauf einstellt, es nicht beklagt. Es ist nun mal so, wie es ist. Man kann nur irgendwie das Beste daraus für das Kind machen.

16. August 2011 um 22:31 Uhr
Nun, wenn ich GANZ ehrlich bin, dann erschreckt es mich schon ein wenig, dass gerade chinesische Schüler bei PISA so gut abschneiden. Wer einmal in China war und sich ein wenig mit dem Schulsystem auseinandergesetzt hat, weiß vielleicht warum.
Bleibt die Frage, welche Schlüsse man daraus zieht? Und Fragen bleiben auch: Ist PISA wirklich sinnvoll? Können wir etwas von den Spitzenreitern lernen? Ist ein solcher internationaler Vergleich überhaupt möglich bzw. sinnvoll?
Falls wir demnächst die Aufforderung bekommen, morgens einen Fahnen-Appell zu halten und im Chor auswendig gelernte Phrasen sprechen müssen, dann weiß ich jetzt wenigstens, woher es kommt