Kürzlich wurde ich angeregt durch eine Diskussion auf den Namen „Falko Peschel” aufmerksam gemacht. Falko Peschel ist Grundschullehrer und Pädagoge. Er beschäftigt sich mit dem Thema des selbstorganisierten und selbstbestimmten Lernens von Kindern. Den Kern dieses Lernens erkennt er in einem Unterricht, bei dem sich die Kinder quasi selbst bzw. gegenseitig unterrichten. Die Themen und Aufgaben stellen sich die Kinder selbst. Es wird nichts vorgegeben. In Klasse 1 wird auch nicht vorgegeben, wer wie und wann mit dem Schreiben beginnt. Jedes Kind arbeitet an seinen Interessen entlang. Das klingt auf den ersten Blick wirklich verrückt! Auffallend ist aber die Tatsache, dass Kinder, die er offen unterrichtet hat, in standardisierten Testverfahren überdurchschnittlich gut abschneiden. Der Leistungsstand war im Vergleich zum traditionellen Unterricht signifikant höher.
Hier befindet sich eine 4-seitige sehr kurze Darstellung des Konzepts.
Das von Falko Peschel vorgestellte Konzept erscheint sehr vielversprechend, weil es die Kinder in ihrer gesamten Persönlichkeits- und Lernentwicklung viel stärker einbezieht als es beim konventionellen Unterricht möglich ist. Es wirft allerdings auch Fragen auf, die an dieser Stelle (noch) nicht beantwortet werden können. Ich werde mich mit dem Konzept in der nächsten Zeit intensiver beschäftigen.
Weitere Informationen:
- Falko Peschel - Lexikoneintrag bei Wikipedia
- Falko Peschel - Vortrag auf der EUDEC 2008 (ganz unten)
- Bildungsschule Harzberg

19. Januar 2009 um 18:27 Uhr
Ich habe vor vielen Jahren an einer Fortbildung mit F.Peschel teilgenommen. Seine ersten Erfahrungen mit dieser Methode hat er bei einer Lehrerin mit Namen Zehnpfennig gemacht. Die Idee ist nicht neu, aber von ihm sehr konsequent umgesetzt worden.