Wer schreiben lernt, lernt auch ein neues Werkzeug zu benutzen - den Stift. Hilfreich sind dickere und eckige Stifte. Kinder, die beim Schreiben verkrampfen, können das Spiel „Fingerball” spielen. Sie nehmen einen Stift in die Hand und benutzen ihn als kleinen Schläger. Ziel ist es eine kleine Eisenkugel, Murmel, etc. in ein Tor zu schubsen. Wichtig ist dabei, dass der Stoß aus den Fingergelenken kommt. Das Handgelenk sitzt locker! Keinesfalls dürfen die Finger starr bleiben und die Bewegung nur aus dem Handgelenk kommen! So gehalten ist der Stift auch als kleiner Billardschläger bei einem Minibillard-Spiel geeignet. Kindern, die den Stift zu fest aufdrücken, kann man auf das oberste Fingerglied einen kleinen Smiley malen. Wenn das Kind jetzt zu fest drückt, macht der Smiley seine Augen zu, weil die Augen im Fingergelenk verschwinden. Weist man das Kind hin, dass der Smiley seine Augen aufmachen soll, muss es den Stiftdruck verringern.
Achten Sie beim Schreiben immer auch auf die richtige Sitzhaltung. Es ist wichtig, dass die Füße den Boden berühren, weil die Rückenmuskulatur beim Kind erst schwach ausgeprägt ist. Auch der Kopf darf nicht wie ein schwerer Sack den Oberkörper nach vorne ziehen. Wenn die Augen senkrecht auf den Tisch gucken können, dann sitzt das Kind falsch!
Um Bewegungsabläufe zu automatisieren, eignen sich neben Schwungübungen mit offenen Augen, solche mit geschlossenen Augen. Dabei werden auch Muster nachgezeichnet, z.B. einfach geschwungene Formen (Wellen), zackige Muster etc. Anfangs gelingt das blinde Zeichnen wohl nur auf größerem Papier. Später kann man versuchen, auf verschieden breiten Papierstreifen zu „schreiben”.
Videos:
- richtige Stifthaltung (ca. 2 MB)
- falsche Stifthaltung (ca. 2 MB)
Achten Sie auf den Daumen, Zeige- und Mittelfinger. Ein Kollege weist darauf hin, dass der Zeigefinger bei der richtigen Stifthaltung leicht gekrümmt sein sollte.
Weitergehende Infos: 8-seitiges Dokument bei Schulpsychologie.de

Pingback: Stifthaltung | lernfit